Zur finanziellen Situation der Gemeinde.
Zahlen sind Fakten - Beschönigungen nicht.
Da wird in der Gemeinderatssitzung und in sozialen Medien tatsächlich der Bürgerliste vorgeworfen, dass Sie die Gemeinde destabilisiere, wenn sie offen und transparent die desaströse finanzielle Situation ("Pleite") der Gemeinde anspricht.
Kritik und Kontrolle sind keine Störung - sie sind eine demokratische Verpflichtung.
Gerade bei der Verwendung öffentlicher Mittel darf es kein Wegschauen geben.
Die pauschale Abqualifizierung von Kritik als „überzogen" oder „verantwortungslos" ist aus unserer Sicht der falsche Zugang. Sie wirkt weniger wie eine sachliche Einordnung, sondern vielmehr wie der Versuch, berechtigte Fragen im Keim zu ersticken.
Es geht nicht darum, ein dramatisches Bild zu zeichnen - aber ebenso wenig darf die finanzielle Lage verharmlost oder schöngefärbt werden. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht auf eine realistische Einschätzung.
Wer Vertrauen will, muss bereit sein, die tatsächliche Situation ehrlich darzustellen - auch wenn sie unangenehm ist.
Unsere Aufgabe ist es, genau hinzusehen, Fragen zu stellen und auf Risiken hinzuweisen. Das ist keine Verantwortungslosigkeit, sondern gelebte Verantwortung gegenüber der Gemeinde.
Gerti Martinetz
Ombudsfrau der Bürgerliste
