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3 Eingewöhnungen in kurzer Zeit - Kleinstkinderbetreuung

Worüber ich mir den Kopf zerbreche:

Verstehe ich das richtig, dass ein Kind mit 1 Jahr bis zum 2 ½. Jahr den KIGA Mini besuchen darf. Dann der Wechsel in die Kleinkindergruppe erfolgt und nach einem halben Jahr, also mit dem 3. Lebensjahr in die Familiengruppe kommt?

3x Eingewöhnung binnen kurzer Zeit? 

Gefunden auf der Homepage der Marktgemeinde Langenzersdorf Seite „Kindergarten KIGA mini“

Kleinstkinderbetreuung für Kinder von 1 bis 3Jahren

Darunter gleich zum Herunterladen Kiga mini Elterninformation „Elterninformation KIGA Mini Kleinstkinderbetreuung für Kinder von 1 bis 2,5 Jahren“

Danach Richtlinien der Kleinstkinderbetreuungseinrichtung der Marktgemeinde Langenzersdorf „Richtlinie der Kleinstkinderbetreuungseinrichtung der Marktgemeinde Langenzersdorf“ Im § 1 Geltungsbereich steht unter anderem Folgendes geschrieben:“ ….. Die KBE wird für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr bis zum Alter von drei Jahren angeboten. Im Alter von 2 Jahren ist ein Wechsel in einen NÖ Landeskindergarten, je nach Platzangebot, MÖGLICH….“ (so auch im Gemeinderat beschlossen)

Zum Schluss das Anmeldeformular

Kinder, die mit 2 Jahren in die Kleinkindergruppe eines Landeskindergartens gehen, überspringen jedoch eineEingewöhnungsphase und haben ein ganzes Jahr Zeit, in dieser Kleinkindergruppe ihren Platz zu finden.

Nimmt nur ein Elternteil Elternkarenz in Anspruch, kann die Karenz längstens bis zum Ablauf des 22. Lebensmonats des Kindes dauern. D.h. gibt es keine private Person, die das Kind bis zum 2.LJ betreuen kann, sind die Eltern auf den KIGA Mini angewiesen.

Vorerst ist zu sagen: Es ist auf die Bedürfnisse der „alten“ und der „neuen“ Kinder in einer Gruppe zu achten, sie zu berücksichtigen und unter einen Hut zu bringen. Sie müssen ihre neue Rolle in der Gruppe finden. Für manche Kinder ist der oftmalige Wechsel binnen kurzer Zeit kein Thema, da sie sich leichter anpassen können. 

Wie wir alle wissen, sind nicht alle Kinder gleich. Sie haben unterschiedliche Bindungen zu den Pädagogen:innen und Betreuer:innen  und den Gruppen selbst. Vertrauen aufzubauen, fällt nicht allen Kindern leicht. Für manche kann der Wechsel daher eine große emotionale Belastung sein, da sie sich schwerer anpassen können. Veränderungen der Identität, der Rollen, der Beziehungen, das Auftreten starker Emotionen und das Erleben von Stress sind wesentliche Aspekte des Übergangs. Der Übergang ist ein längerfristiger Prozess. (vgl. Griebel&Niesel)

Die Eingewöhnungszeit ist ein einschneidendes Ereignis und ein zentraler Übergang in der Entwicklung unserer Kinder. 

Mir ist es ein großes Anliegen, dass Eltern mit einem guten Gewissen und Gefühl ihrer Arbeit nachgehen können und die Bedürfnisse, Ängste der Kinder wahrgenommen werden. Denn eine erfolgreiche Bewältigung der Übergänge stärkt die Kompetenzen der Beteiligten. (vgl.Griebel&Niesel)

Ich bin davon überzeugt, dass die Familien, die Pädagogen:innen und Betreuer:innen die Bedürfnisse der Klein- und Kleinstkinder am BESTEN kennen und einschätzen können. Ein halbes Jahr macht in diesem Alter viel Unterschied. 

So hoffe ich, dass die Kinder, die es wirklich brauchen, um ihrer emotionalen Entwicklung gerecht zu werdenund wie in den Richtlinien der Marktgemeindegeschrieben – bis zum 3. Lebensjahr im KIGA Mini bleiben dürfen und dabei nicht den derzeitigen Anspruch auf einen Platz in einer Familiengruppe verlieren - auch, wenn wir alle wissen, dass Rechtsanspruch erst ab dem verpflichtenden Kindergartenjahr in NÖ gilt. Wir haben doch die Urkunde zur Re-Zertifizierung „Familienfreundliche Gemeinde“ überreicht bekommen.Dann sind wir doch familienfreundlich.

Bitte gebt unseren Kleinst- und Kleinkindern eine Stimme.

GRin Manuela Rother am 4. Februar 2026

 

 

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